Gedichte von Allen

Herz

blutfäden entwurzelt
kein halten mehr, nichts hält
verschwebt in ewigkeit
geschlagen von blindheit

stößt an grenzen, wände
schmerzhaft, es spricht bände
ausgefressner hohlraum
kein gepolster im saum

dunkelheit es umschließt
sich dunkles blut erschießt
nirgends es hat ein heim
hoffnung erstirbt im keim

poltert stufen nieder
hinein ins schmerzenmeer
ertrinkt, nicht schwimmt, nicht will
kein tod, so hard to kill

genießt der schmerzen wucht
es doch ist seine sucht
traf die entscheidung frei
ist die lieb doch dabei

38

bin ich denn von sinnen
lass das blut ausrinnen
tief unter meiner haut
der kleine virus kaut

frisst und fleischt immerzu
bin ich ausgehöhlt nu
doch stören kanns mich nich
denn ich weiß.ich lieb dich

das herz eine festung
ist der liebe rettung
uneinnehmbar verweilt
bis die gunst mich ereilt

27

der spuren zog ich gar viel
blutend die narben bildend
tief schnitt des lustschiffes kiel
mich an der lust so tildent